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„Mumien aus der Eiszeit: eine paläontologische Schatztruhe“

„Mumien aus der Eiszeit: eine paläontologische Schatztruhe“

26. Oktober 2019 18:00 Uhr

Eiszeitliche Mumien von Mammuten, Pferden, Wollnashörnern und Bisons werden regelmäßig in Permafrostböden Sibiriens, Alaskas und Kanadas entdeckt.
Die Erhaltung des Weichgewebes wie Haut, Haare, Muskeln und innere Organe erlaubt es, verschiedene Aspekte der Biologie (z.B. Ernährung, Physiologie und Farbe) von ausgestorbenen Arten wissenschaftlich zu erforschen. Es ermöglicht so, ein besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie diese großen Säugetiere, deren heutigen Verwandten z.T. unter tropischen Bedingungen leben, an ein viel kälteres Klima angepasst waren. Nicht nur ein dickeres Fell war nötig, sondern auch verschieden anatomische und physiologische Anpassungen. So unterscheiden sie sich im Blutkreislauf und im Fettmetabolismus von den rezenten Vertretern. Diese Untersuchungen sind besonders an eiszeitlichen Mumien möglich. Neben einen Überblick über die neusten Entdeckungen aus Sibirien (z.B. eiszeitliche Hundewelpen und Höhlenlöwenbabies), werden die modernsten Untersuchungstechniken und ihre Ergebnisse präsentiert. Mit Hilfe dieser Forschung erschließt sich eine ansonsten verborgene Seite des pleistozänen Mammutsteppenökosystems.