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Vortragsreihe: Anfänge der Kunst. Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb Vortrag 1

Vortragsreihe: Anfänge der Kunst. Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb Vortrag 1

11. Februar 2020 19:00 Uhr - Kreissparkasse Heidenheim, Hallamt

Einführung

Einführung von Prof. Nicholas J. Conard, PhD der Universität Tübingen, zur Vortragsreihe „Anfänge der Kunst“ Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb.

 

Die Evolution der Phantasie: Warum der Mensch zum Künstler wurde

Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten – und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaf-tigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Wann und warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt? Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. Der Vortrag wird schildern, was sich aus Sicht der Evolutionsbiologie zur Entstehung der Kunst sagen lässt und eine mögliche Erklärung vorstellen. Vortrag mit Prof. Thomas Junker der Universität Tübingen.

 

Vom Schaffen eines Bildes – kognitive Grundlagen einer bedeutenden menschheitsgeschichtlichen Entwick-lung

Altsteinzeitliche Kunst ist ein vielschichtiges Phänomen. Deutlich sichtbar wird es erst vor nicht einmal 50.000 Jahren. Die kleinen Elfenbeinfiguren aus dem Lone- und Achtal gehören dabei zu den frühesten und beeindruckendsten Stücken. Die Entfaltung verschiedenartiger geistiger Fähigkeiten ermöglichte diese neue menschliche Ausdrucksform. Der Vortrag zeichnet die grundlegenden Entwicklungen von Wahrnehmung, Reflexion und Kommunikation und ihren Ursprung im Tun nach. Vortrag mit Dr. Miriam Haidle der Universität Tübingen.