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Vortragsreihe: Anfänge der Kunst. Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb Vortrag 2 (ABGESAGT)

Vortragsreihe: Anfänge der Kunst. Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb Vortrag 2 (ABGESAGT)

20. März 2020 19:00 Uhr - Margarete-Hannsmann-Saal in der Stadtbibliothek Heidenheim

Kunst als Sprache der Gesellschaft

In der menschlichen Kulturentwicklung spielte Kunst immer eine wesentliche Rolle. In diesem Vortrag spüren wir der Fra-ge nach, welche Funktion Kunst in menschlichen Gesellschaften ausübt. Die Höhlen der Schwäbischen Alb mit ihren ältes-ten Belegen für figürliche Kunst von vor über 40.000 Jahren erlauben uns einmalige Einblicke in das früheste Kunstschaf-fen. Ausgehend von diesen betrachten wir weitere Beispiele aus der Steinzeit und vor-moderner Jäger und Sammler- Gesellschaften. Dabei wird klar, dass Kunst eine Art Sprache der Gesellschaft ist – frei nach dem Motto: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Vortrag mit Dr. Ewa Dutkiewicz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum für Vor- und Frühgeschich-te, Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Eiszeitkunst und die Moderne am Beispiel Willi Baumeisters

Die Eiszeitkunst spielt im Werk von Willi Baumeister (1898 – 1955), einem bedeutenden Vertreter der abstrakten Kunst in Deutschland, eine zentrale Rolle. Unter dem Eindruck der Grabungen auf der Schwäbischen Alb setzt sich der Künstler Mitte der 1930er Jahre intensiv mit der Eiszeitkunst auseinander und ändert nachhaltig seinen Stil. Aus dem Konstruktivis-ten der 1920er Jahre wird ein abstrakter Maler mit organoider Formensprache, dessen Kunst im Nachkriegsdeutschland große Erfolge feiert. Der Vortrag klärt über die allgemeinen Voraussetzungen für die Rezeption der Eiszeitkunst in der Moderne auf und zeigt die Einflüsse dieser Kunst auf Baumeisters Werkentwicklung. Vortrag mit Dr. Rene Hirner, Leiter des Kunstmuseum Heidenheim.